Wir nehmen das mal mit

Im politischen Berlin waren sich praktisch alle einig, dass die Renteneinigung ein Riesenerfolg ist. Aber wie sehen das die Gäste in der Neuköllner „Zinnkanne“? Sagen wir mal so: etwas differenzierter.

Wir nehmen das mal mit

Im politischen Berlin waren sich praktisch alle einig, dass die Renteneinigung ein Riesenerfolg ist. Aber wie sehen das die Gäste in der Neuköllner „Zinnkanne“? Sagen wir mal so: etwas differenzierter.

Von Roland Preuß (Text) und Hannes Jung (Fotos)
23. Juli 2026 | Lesezeit: 8 Min.

Am Tisch vorne links fordern sie unüberhörbar ihre Runde Bier, aber Annika Klose lässt sich jetzt nicht aufhalten. „Ich habe euch da mal was mitgebracht“, sagt sie. Die SPD-Bundestagsabgeordnete holt eine Tafel hervor, fast so groß wie ein Wahlplakat, der Ortsvereinsvorsitzende neben ihr darf das Schaubild in die Höhe halten. Zu sehen sind zwei Kurven, die bis zum Jahr 2040 immer weiter auseinandergehen. Oben die Beiträge von Beschäftigten und Arbeitgebern zur Rentenkasse, sie fressen einen immer höheren Teil des Lohns auf. Unten das Rentenniveau, das stetig sinkt. Das Thema Rente sei „ehrlicherweise auch Mathematik“, sagt Klose. „Es war ganz klar, wir müssen was machen.“ Eine ältere Dame nickt, zwei Herren nehmen einen Schluck von ihrem Bier.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.