Zimmer frei

Mitten im populistischen Getöse Österreichs sitzen in einem Haus in Wien Menschen aus dem Nahen Osten und der Ukraine friedlich zusammen. Wie das alles passt zu den Sprüchen über Messerstecher, Sozialhilfebetrüger? Na, gar nicht.

Von Cathrin Kahlweit (Text) und Mark Siaulys Pfeiffer (Fotos)
29. Dezember 2024 - 12 Min. Lesezeit

Niemand von ihnen hat das kommen sehen, keiner es zu hoffen gewagt. Nicht Khaled Kaj, dessen Mutter immer noch in Aleppo lebt. Sie traue sich nur langsam raus auf die Straße, sagt er, weil sie nicht glauben könne, dass Baschar al-Assad und seine Leute wirklich weg sind. Auch Mahmoud Alargha kann noch nicht fassen, dass der jahrelange Terror jetzt wirklich vorbei sein soll. Er hat einen Bruder in Damaskus und möchte so gern glauben, dass alles besser wird. „Aber wird es das wirklich? Oder wird Syrien ein zweiter Iran?“, fragt er.

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