Ein Land zerlegt sich selbst

Wenn am Sonntag gewählt wird, geht es vor allem darum, ob Peru dann komplett in die Hände der Mafia fällt. Im Kongress in Lima sitzen schon jetzt viele, die weniger an das Wohl des Landes denken als an ihr eigenes. Über einen Staat, der von innen zerbröselt.

Ein Land zerlegt sich selbst

Wenn am Sonntag gewählt wird, geht es vor allem darum, ob Peru dann komplett in die Hände der Mafia fällt. Im Kongress in Lima sitzen schon jetzt viele, die weniger an das Wohl des Landes denken als an ihr eigenes. Über einen Staat, der von innen zerbröselt.

8. April 2026 | Lesezeit: 12 Min.

Es herrscht Untergangsstimmung auf der Plaza San Martín im Zentrum von Lima. An die 150 Menschen haben sich auf dem Platz im Zentrum der peruanischen Hauptstadt versammelt. Sie stehen in mehreren Gruppen zusammen, einige sitzen auf Plastikschemeln rund um einen der Agitatoren. Sie rufen, brüllen, versuchen, sich gegenseitig zu übertönen. Dabei ist der Inhalt ihrer Reden doch sehr ähnlich: Es geht um die korrupten Politiker und darum, dass „sich die Abgeordneten über das Volk lustig machen“, wie einer schreit.

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