
Foto: Benoit Tessier/Reuters
Foto: Benoit Tessier/Reuters
21. Januar 2026 | Lesezeit: 13 Min.
Ihr Tonfall ist samten, man muss sich erst daran gewöhnen. Marine Le Pen hat ihr Publikum in den Jahren an einen anderen Sound gewöhnt, einen lauten, tiefen, verrauchten. Jetzt steht sie da am Pult vor ihren Richtern, wirft ihr blondes Haar nach hinten und sagt ganz sanft, ungefähr eine Oktave höher als sonst: „Wenn ein Verbrechen begangen wurde – und anscheinend sagen alle, dass ein Verbrechen begangen wurde –, bin ich bereit, das hinzunehmen. Ich möchte dem Gericht aber versichern, dass wir nie das Gefühl hatten, uns eines Verbrechens schuldig gemacht zu haben.“