Immerhin, wir leben

Die Krise ist in Kuba so allgegenwärtig wie die kläglichen Reste von Fidel Castros Revolution. Doch während sie in Havanna noch von den etwas besseren Jahren unter Obama schwärmen, gibt Trumps Ölblockade dem Land gerade den Todesstoß.

Immerhin, wir leben

Die Krise ist in Kuba so allgegenwärtig wie die kläglichen Reste von Fidel Castros Revolution. Doch während sie in Havanna noch von den etwas besseren Jahren unter Obama schwärmen, gibt Trumps Ölblockade dem Land gerade den Todesstoß.

Von Benedikt Peters (Text) und Rolando Cabrera (Fotos)
24. Juli 2026 | Lesezeit: 13 Min.

Der Mann stemmt sich in die Pedale, Schweiß läuft ihm den Rücken runter. Er arbeitet sich die Avenida Italia rauf, vorbei an hupenden Autos, Rollern, Gemüsekarren, Müllbergen. Wieder einer dieser quälend heißen Tage in Havanna, Kuba. Auf der Rückbank seiner Rikscha sitzen zwei Frauen, ihre Kleider sind festlich, sie wollen zur Kirche in der Calle Salud. Am Ende zahlen sie ihm 500 kubanische Peso, umgerechnet sind das gerade etwa 70 Cent. Als sie dem Rikschafahrer das Geld geben, lächelt er müde.

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