Wo die Front verläuft – Tag 82

Die russischen Truppen ändern im Donbass ihr Vorgehen, bei Charkiw erreichen ukrainische Soldaten angeblich die russische Grenze. Wie ist die Lage aktuell – und wie hat sich der Krieg entwickelt? Der Überblick in Karten.

Von Nicolas Freund, Sebastian Gierke, Julian Hosse, Christoph Koopmann, Michael Mainka, Sead Mujic, Sara Scholz, Markus C. Schulte von Drach, Kassian Stroh und Sarah Unterhitzenberger
13. Mai 2022

16. Mai

Aktuelle Situation an Tag 82

Die ukrainischen Truppen melden einen symbolträchtigen Erfolg bei ihrer Gegenoffensive im Norden und Osten von Charkiw. Angeblich haben sie an mindestens einer Stelle die Grenze zu Russland erreicht. Die russischen Truppen haben sich hier vom ukrainischen Boden weitgehend zurückgezogen. Große Teile von ihnen werden nun weiter im Osten eingesetzt.

Den russischen Truppen ist es dafür angeblich gelungen, im Donbass etwas Gelände zu gewinnen. Sie versuchen offenbar, die Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk von Rubischne im Norden und vom Süden her einzukesseln. Dass sie bereits die Vororte dieser Städte erreicht haben, hat der ukrainische Gouverneur des Bezirks allerdings zurückgewiesen.

Russland hat offenbar den Plan einer groß angelegten Einkreisung dieser Städte von Isjum und Donezk aus aufgegeben. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass es den russischen Truppen nicht gelungen ist, den Fluss Siwerskyj Donets bei Kreminna zu überqueren, sowie mit einer ukrainischen Gegenoffensive bei Isjum, die durch ukrainische Luftangriffe unterstützt wird. In den vergangenen Tagen zerstörten ukrainische Soldaten den Staudamm am Mironovskij-Stausee, um mit Überschwemmungen den russischen Vormarsch von Süden zu erschweren. Es sieht danach aus, als würde sich Russland – zumindest vorerst – damit begnügen, den Bezirk (Oblast) Luhansk vollständig erobern zu wollen, dieses Ziel für den Bezirk Donezk aber erst einmal aufzugeben.

Der russische Versuch, von Donezk aus die Stadt Awdiiwka zu erreichen, ist offenbar gescheitert, das gleiche gilt auch für einen Vorstoß auf Saporischschja, weiter im Süden. In der Region Sumy im Nordwesten von Charkiw haben die russischen Streitkräfte angeblich mittels eines Luftangriffes militärische Anlagen zerstört. Die Angriffe auf die ukrainischen Verteidiger im Asowstal-Gelände in Mariupol gehen weiter.

Angeblich legen die russischen Streitkräfte inzwischen verschiedene Einheiten zusammen, sogar reguläre Truppen und Söldner, was ein Hinweis auf starke Verluste sein dürfte. Außerdem haben sie ukrainischen Angaben zufolge Probleme, ausreichend neue Soldaten zu rekrutieren und auszubilden, um sie in der Ukraine einzusetzen.

16. Mai

Aktuelle Situation an Tag 82

Die ukrainischen Truppen melden einen symbolträchtigen Erfolg bei ihrer Gegenoffensive im Norden und Osten von Charkiw. Angeblich haben sie an mindestens einer Stelle die Grenze zu Russland erreicht. Die russischen Truppen haben sich hier vom ukrainischen Boden weitgehend zurückgezogen. Große Teile von ihnen werden nun weiter im Osten eingesetzt.

Den russischen Truppen ist es dafür angeblich gelungen, im Donbass etwas Gelände zu gewinnen. Sie versuchen offenbar, die Städte Sjewjerodonezk und Lyssytschansk von Rubischne im Norden und vom Süden her einzukesseln. Dass sie bereits die Vororte dieser Städte erreicht haben, hat der ukrainische Gouverneur des Bezirks allerdings zurückgewiesen.

Russland hat offenbar den Plan einer groß angelegten Einkreisung dieser Städte von Isjum und Donezk aus aufgegeben. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass es den russischen Truppen nicht gelungen ist, den Fluss Siwerskyj Donets bei Kreminna zu überqueren, sowie mit einer ukrainischen Gegenoffensive bei Isjum, die durch ukrainische Luftangriffe unterstützt wird. In den vergangenen Tagen zerstörten ukrainische Soldaten den Staudamm am Mironovskij-Stausee, um mit Überschwemmungen den russischen Vormarsch von Süden zu erschweren. Es sieht danach aus, als würde sich Russland – zumindest vorerst – damit begnügen, den Bezirk (Oblast) Luhansk vollständig erobern zu wollen, dieses Ziel für den Bezirk Donezk aber erst einmal aufzugeben.

Der russische Versuch, von Donezk aus die Stadt Awdiiwka zu erreichen, ist offenbar gescheitert, das gleiche gilt auch für einen Vorstoß auf Saporischschja, weiter im Süden. In der Region Sumy im Nordwesten von Charkiw haben die russischen Streitkräfte angeblich mittels eines Luftangriffes militärische Anlagen zerstört. Die Angriffe auf die ukrainischen Verteidiger im Asowstal-Gelände in Mariupol gehen weiter.

Angeblich legen die russischen Streitkräfte inzwischen verschiedene Einheiten zusammen, sogar reguläre Truppen und Söldner, was ein Hinweis auf starke Verluste sein dürfte. Außerdem haben sie ukrainischen Angaben zufolge Probleme, ausreichend neue Soldaten zu rekrutieren und auszubilden, um sie in der Ukraine einzusetzen.