Wo die Front verläuft – Tag 121

Die ukrainische Armee zieht sich möglicherweise aus Sjewjerodonezk zurück, russische Truppen rücken weiter auf Lyssytschansk vor und im russischen besetzten Cherson hat es einen Bombenanschlag gegeben. Wie ist die Lage aktuell – und wie hat sich der Krieg entwickelt? Der Überblick in Karten.

Von Nicolas Freund, Sebastian Gierke, Julian Hosse, Christoph Koopmann, Michael Mainka, Sead Mujic, Sara Scholz, Markus C. Schulte von Drach, Kassian Stroh und Sarah Unterhitzenberger
24. Juni 2022

24. Juni

Aktuelle Situation an Tag 121

Die ukrainische Armee müsse sich aus der seit Wochen umkämpften Stadt Sjewjerodonezk zurückziehen, wie der Regional-Gouverneur Serhij Hajdaj mitteilte, da sie nicht mehr zu halten sei. Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium wird in der Stadt nach wie vor gekämpft. Russische Truppen sind nach ukrainischen Angaben auch bis auf wenige Kilometer an die benachbarte Stadt Lyssytschansk herangerückt. Im Bezirk Hirske weiter südlich soll die russische Armee am Freitagmorgen ebenfalls weiter vorgedrungen sein, laut dem Chef der ukrainischen Kommunalverwaltung ist der Ort sogar eingenommen worden. Die genaue Lage ist unklar. Russischen Angaben zufolge sollen auch weitere Ortschaften in der Region erobert worden sein.

Die Stadt Lyssytschansk und die in ihr verbleibenden ukrainischen Soldaten sind damit fast vollständig eingekreist. Auch auf die Autobahn in Richtung Bachmut sollen russische Truppen und Einheiten der Separatisten vorrücken, hier ist die Lage aber ebenfalls unklar. Behauptungen, die wichtige Verkehrsverbindung sei teilweise besetzt worden, konnten bisher nicht bestätigt werden. Wenn es Russland gelingen sollte, Lyssytschansk zu erobern, wäre die Einnahme der Region Luhansk erfüllt, eines der definierten Kriegsziele Moskaus.

Anhaltende Gefechte und russische Angriffe werden auch aus dem Süden entlang der Kontaktlinie bei Mykolajiw, Vysokopillya und im Donbass gemeldet, allerdings ohne Erfolge. Im besetzten Cherson soll der von Russland eingesetzte, stellvertretenden Verwaltungschef der Region bei einem Bombenanschlag getötet worden sein.

24. Juni

Aktuelle Situation an Tag 121

Die ukrainische Armee müsse sich aus der seit Wochen umkämpften Stadt Sjewjerodonezk zurückziehen, wie der Regional-Gouverneur Serhij Hajdaj mitteilte, da sie nicht mehr zu halten sei. Laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium wird in der Stadt nach wie vor gekämpft. Russische Truppen sind nach ukrainischen Angaben auch bis auf wenige Kilometer an die benachbarte Stadt Lyssytschansk herangerückt. Im Bezirk Hirske weiter südlich soll die russische Armee am Freitagmorgen ebenfalls weiter vorgedrungen sein, laut dem Chef der ukrainischen Kommunalverwaltung ist der Ort sogar eingenommen worden. Die genaue Lage ist unklar. Russischen Angaben zufolge sollen auch weitere Ortschaften in der Region erobert worden sein.

Die Stadt Lyssytschansk und die in ihr verbleibenden ukrainischen Soldaten sind damit fast vollständig eingekreist. Auch auf die Autobahn in Richtung Bachmut sollen russische Truppen und Einheiten der Separatisten vorrücken, hier ist die Lage aber ebenfalls unklar. Behauptungen, die wichtige Verkehrsverbindung sei teilweise besetzt worden, konnten bisher nicht bestätigt werden. Wenn es Russland gelingen sollte, Lyssytschansk zu erobern, wäre die Einnahme der Region Luhansk erfüllt, eines der definierten Kriegsziele Moskaus.

Anhaltende Gefechte und russische Angriffe werden auch aus dem Süden entlang der Kontaktlinie bei Mykolajiw, Vysokopillya und im Donbass gemeldet, allerdings ohne Erfolge. Im besetzten Cherson soll der von Russland eingesetzte, stellvertretenden Verwaltungschef der Region bei einem Bombenanschlag getötet worden sein.