Zwischen Wiederaufbau und Zerstörung

Krieg in der Ukraine. Eine Dokumentation in Bildern.

Die siebte Woche

Kiew fällt nicht. Doch die Vororte liegen nach Wochen der Belagerung teils in Schutt und Asche. In der Ostukraine geht der Kampf weiter.

Von Christine Kokot und Johannes Korsche

14. April 2022 - 3 Min. Lesezeit

Borodyanka

Eine Büste des ukrainischen Nationalschriftstellers Taras Schewtschenko scheint den Blick zu senken vor der Zerstörung in Borodyanka bei Kiew. Schewtschenkos Werk hatte im 19. Jahrhundert wesentlich zu einem neuen, ukrainischen Nationalgefühl beigetragen.

Auch 2014 bei den Maidan-Protesten zitierten Demonstranten aus seinem Werk, zum Beispiel aus dem Gedicht "Kaukasus":

"O Ruhm und Ehr’! // Ja, Ruhm auch euch, ihr blauen Berge, // Vom glüh’nden Gletschereis umstarrt! // Ja! Ruhm auch euch, ihr kühnen Kämpen, // Ob Tod, ob Fessel euer harrt! // So kämpft nur fort, ihr werd’t doch siegen, // Gott steht euch bei im guten Streit; // Mit euch ist Kraft und heil’ge Freiheit, //Mit euch ist die Gerechtigkeit!"

Hostomel

Ein Bombenkrater, eine zerstörte Glasfabrik - und dazwischen ein Fünfjähriger, der sein Dreirad fährt. Die russischen Soldaten sind abgezogen, der Krieg wird in dem Nachbarort von Butscha noch lange bleiben.

Butscha

Wenige Kilometer entfernt trauert ein Mann am Grab seiner Mutter. Sie hat die wochenlange Besatzung von Butscha mit 86 Jahren nicht überlebt.

Unterdessen beginnt der Wiederaufbau, zwei Handwerker reparieren die Telekommunikationskabel des Kiewer Vororts.

Tschernihiw

Eine Frau kehrt zu dem zurück, was von ihrem Haus übrig ist. In Tschernihiw, gelegen zwischen Kiew und der belarussischen Grenze, lebten vor dem Krieg etwa 285 000 Menschen.

Bei weitem kein Einzelfall in Tschernihiw, von vielen Häusern steht nicht mal die Fassade. Der Wiederaufbau dürfte wohl Jahre dauern.

Kramatorsk

Ein Ehepaar verabschiedet sich in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk. Einen Tag zuvor fiel eine russische Bombe auf den örtlichen Bahnhof voller Flüchtlinge, mehr als 50 Menschen starben.

Charkiw

In der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw brennen Läden nach einem russischen Angriff.

Ein Paar, Arm in Arm, in den Trümmern des Krieges. Ein Moment der Stille. In den kommenden Tagen wird eine weitere russische Offensive in der Ostukraine erwartet.

Yakovlivka

Nachbarn helfen zusammen, nachdem eine russische Fliegerbombe einen Garten in dem Vorort von Charkiw verwüstet hat.

Mariupol

Entlang der Hauptstraße von Mariupol ist nahezu jedes Haus zerstört. Die Hafenstadt im Südosten der Ukraine war die Heimat von etwa 440 000 Menschen. Sie ist seit Wochen schwer umkämpft.

Ein Grab in Mariupol erinnert an einen getöteten Zivilisten. Mariupols Bürgermeister geht davon aus, dass bisher etwa 21 000 Menschen in der Stadt gestorben sind.

Lwiw

Die Stadt in der Westukraine ist zu einem Zufluchtsort für Geflüchtete geworden, 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt sammelt diese Band Spenden für das Militär.

Der Krieg ist auch hier allgegenwärtig. Luftschutzübungen gehören für diese Vorschülerinnen und Vorschüler derzeit zum Alltag.

Beirut, Libanon

Je mehr Kriegsverbrechen bekannt werden, desto größer werden auch die internationalen Proteste gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Mit dem Schriftzug "Je suis Butcha" drücken die Demonstrierenden ihre Solidarität aus.

Tiflis, Georgien

Demonstranten erinnern an die in Butscha während der russischen Besatzung getöteten Zivilisten. Mehr als 400 Zivilisten haben die wochenlange russischen Besatzung nicht überlebt.

Berlin

Auch vor das Kanzleramt legen sich Hunderte, um an die Getöteten von Butscha zu erinnern.

Zwischen Wiederaufbau und Zerstörung

Krieg in der Ukraine. Eine Dokumentation in Bildern.

Die siebte Woche

Kiew fällt nicht. Doch die Vororte liegen nach Wochen der Belagerung teils in Schutt und Asche. In der Ostukraine geht der Kampf weiter.

Von Christine Kokot und Johannes Korsche

Borodyanka

Eine Büste des ukrainischen Nationalschriftstellers Taras Schewtschenko scheint den Blick zu senken vor der Zerstörung in Borodyanka bei Kiew. Schewtschenkos Werk hatte im 19. Jahrhundert wesentlich zu einem neuen, ukrainischen Nationalgefühl beigetragen.

Auch 2014 bei den Maidan-Protesten zitierten Demonstranten aus seinem Werk, zum Beispiel aus dem Gedicht "Kaukasus":

"O Ruhm und Ehr’! // Ja, Ruhm auch euch, ihr blauen Berge, // Vom glüh’nden Gletschereis umstarrt! // Ja! Ruhm auch euch, ihr kühnen Kämpen, // Ob Tod, ob Fessel euer harrt! // So kämpft nur fort, ihr werd’t doch siegen, // Gott steht euch bei im guten Streit; // Mit euch ist Kraft und heil’ge Freiheit, //Mit euch ist die Gerechtigkeit!"

Hostomel

Ein Bombenkrater, eine zerstörte Glasfabrik - und dazwischen ein Fünfjähriger, der sein Dreirad fährt. Die russischen Soldaten sind abgezogen, der Krieg wird in dem Nachbarort von Butscha noch lange bleiben.

Butscha

Wenige Kilometer entfernt trauert ein Mann am Grab seiner Mutter. Sie hat die wochenlange Besatzung von Butscha mit 86 Jahren nicht überlebt.

Unterdessen beginnt der Wiederaufbau, zwei Handwerker reparieren die Telekommunikationskabel des Kiewer Vororts.

Tschernihiw

Eine Frau kehrt zu dem zurück, was von ihrem Haus übrig ist. In Tschernihiw, gelegen zwischen Kiew und der belarussischen Grenze, lebten vor dem Krieg etwa 285 000 Menschen.

Bei weitem kein Einzelfall in Tschernihiw, von vielen Häusern steht nicht mal die Fassade. Der Wiederaufbau dürfte wohl Jahre dauern.

Kramatorsk

Ein Ehepaar verabschiedet sich in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk. Einen Tag zuvor fiel eine russische Bombe auf den örtlichen Bahnhof voller Flüchtlinge, mehr als 50 Menschen starben.

Charkiw

In der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw brennen Läden nach einem russischen Angriff.

Ein Paar, Arm in Arm, in den Trümmern des Krieges. Ein Moment der Stille. In den kommenden Tagen wird eine weitere russische Offensive in der Ostukraine erwartet.

Yakovlivka

Nachbarn helfen zusammen, nachdem eine russische Fliegerbombe einen Garten in dem Vorort von Charkiw verwüstet hat.

Mariupol

Entlang der Hauptstraße von Mariupol ist nahezu jedes Haus zerstört. Die Hafenstadt im Südosten der Ukraine war die Heimat von etwa 440 000 Menschen. Sie ist seit Wochen schwer umkämpft.

Ein Grab in Mariupol erinnert an einen getöteten Zivilisten. Mariupols Bürgermeister geht davon aus, dass bisher etwa 21 000 Menschen in der Stadt gestorben sind.

Lwiw

Die Stadt in der Westukraine ist zu einem Zufluchtsort für Geflüchtete geworden, 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt sammelt diese Band Spenden für das Militär.

Der Krieg ist auch hier allgegenwärtig. Luftschutzübungen gehören für diese Vorschülerinnen und Vorschüler derzeit zum Alltag.

Beirut, Libanon

Je mehr Kriegsverbrechen bekannt werden, desto größer werden auch die internationalen Proteste gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Mit dem Schriftzug "Je suis Butcha" drücken die Demonstrierenden ihre Solidarität aus.

Tiflis, Georgien

Demonstranten erinnern an die in Butscha während der russischen Besatzung getöteten Zivilisten. Mehr als 400 Zivilisten haben die wochenlange russischen Besatzung nicht überlebt.

Berlin

Auch vor das Kanzleramt legen sich Hunderte, um an die Getöteten von Butscha zu erinnern.

Team
Text Johannes Korsche
Foto Christine Kokot
Digitales Storytelling Johannes Korsche