Alarmstufe Rot

Für Dieter Reiter war klar, dass allein sein Name für den Wahlsieg reicht. Jetzt muss er in der Stadt Rosen verteilen und hoffen, dass genug Münchner ihm die Sache mit dem FC Bayern verzeihen. Über einen Oberbürgermeister und die Hybris der Macht.

Alarmstufe Rot

Für Dieter Reiter war klar, dass allein sein Name für den Wahlsieg reicht. Jetzt muss er in der Stadt Rosen verteilen und hoffen, dass genug Münchner ihm die Sache mit dem FC Bayern verzeihen. Über einen Oberbürgermeister und die Hybris der Macht.

Von Heiner Effern und Anna Hoben (Text) und Johannes Simon (Fotos)
18. März 2026 | Lesezeit: 12 Min.

Der Willy-Brandt-Platz in der Messestadt Riem ist sicher nicht der schönste Ort Münchens. Pflastersteine, eine vierspurige Straße und Funktionsbauten. Durch diese graue Wüste müssen alle Besucher, die von der U-Bahn kommen und in den Riem Arcaden shoppen wollen, einem der größten Einkaufszentren der Stadt. Und an diesem Samstagnachmittag um vier müssen sie auch an einem Mann in dicker Jacke vorbei, der einen Strauß roter Rosen in der Hand hält.

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