Heim und Herd und Hightech
Foto: Behrouz Mehri/AFP
Foto: Behrouz Mehri/AFP
Ein Sumo-Kämpfer in Tokio, 2019.
Ein Sumo-Kämpfer in Tokio, 2019.
11. Januar 2026 | Lesezeit: 10 Min.
Im November gab es noch eine einfache Lösung für das Frauenproblem. Am Tag der Siegerehrung beim großen Sumo-Turnier im Kokusai-Center von Fukuoka war Premierministerin Sanae Takaichi nämlich beim G-20-Gipfel in Johannesburg. Die neue Regierungschefin konnte also gar nicht darauf bestehen, dem Turniergewinner am Ort seines Triumphs den sogenannten Premierminister-Pokal persönlich zu überreichen. Der Japanische Sumo-Verband JSA musste nichts tun, um die Tradition zu hüten, dass Frauen – egal welchen Ranges – nicht in den Sumo-Ring treten dürfen, weil dieser im Glauben der Nationalreligion Shinto heilig ist.