Der Ego-Shooter

Donald Trump ist mit dem Versprechen angetreten, die USA aus militärischen Abenteuern rauszuhalten – und ist jetzt als Kriegsherr kaum zu bremsen. Es bleibt die Frage, was ihn mehr antreibt: die Sorge vor Irans Atomprogramm oder die eigene Eitelkeit?

Der Ego-Shooter

Donald Trump ist mit dem Versprechen angetreten, die USA aus militärischen Abenteuern rauszuhalten – und ist jetzt als Kriegsherr kaum zu bremsen. Es bleibt die Frage, was ihn mehr antreibt: die Sorge vor Irans Atomprogramm oder die eigene Eitelkeit?

5. März 2026 | Lesezeit: 11 Min.

Donald Trump ist da, wo er am liebsten ist: im Mittelpunkt. Er sitzt auf seinem Sessel vor dem Kamin im Oval Office, neben ihm die Minister, die hin und wieder etwas sagen dürfen, wenn er sie aufruft, außerdem die Reporter, die Trumps Ausführungen in die Welt senden. Es ist die erste Pressekonferenz des US-Präsidenten, seit sein Militär am Samstag Iran angegriffen hat, der Oberbefehlshaber steht Rede und Antwort. Und natürlich erklärt er jetzt, warum er in den Krieg gezogen ist. „Wir hatten Verhandlungen mit diesen Verrückten, und ich war der Meinung, dass sie uns zuerst angreifen“, sagt Trump. „Ich denke, sie wollten zuerst angreifen, und ich wollte nicht, dass das passiert. Allenfalls könnte ich Israel zum Handeln gezwungen haben. Aber Israel war bereit, und wir waren bereit.“

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