Deutsches Herz

Am Berliner Regierungsviertel wird seit Jahrzehnten herumgebaut, länger als am Flughafen BER. Aber zur Abwechslung ist das mal keine Geschichte, in der alles mies ist, sondern die einer großen Idee. Eine Spurensuche zwischen Tango und Todesstreifen.

Deutsches Herz

Am Berliner Regierungsviertel wird seit Jahrzehnten herumgebaut, länger als am Flughafen BER. Aber zur Abwechslung ist das mal keine Geschichte, in der alles mies ist, sondern die einer großen Idee. Eine Spurensuche zwischen Tango und Todesstreifen.

Von Christian Zaschke (Text) und Sebastian Gabsch (Fotos)
15. August 2025 | Lesezeit: 12 Min.

Der Zug, der Stephan Braunfels von München nach Berlin bringt, ist fünf Minuten zu früh. Das gibt’s auch, und es passt gut zu dieser Geschichte, in der es auch darum geht, wie in Deutschland nicht immer alles nur mies ist, sondern im Gegenteil manchmal sogar schön und beglückend. Braunfels steigt aus dem Speisewagen, er ist um sechs Uhr morgens in München losgefahren, jetzt spaziert er federnden Schrittes durch den Berliner Bahnhof zur Gepäckaufbewahrung, wo er erfreut feststellt, dass es nur vier Euro kostet, seinen Koffer den ganzen Tag zu parken. Toll, dieses Berlin.

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