

10. September 2026 | Lesezeit: 13 Min.
An den Gleisen ist aus Zelten ein Dorf gewachsen. Männer sitzen da, auf dem breiten, grünen Streifen, reden Polnisch und Deutsch, Bulgarisch und Ukrainisch. In zerfledderten Polstern sitzen sie, legen Würste auf waghalsige Grillkonstruktionen. Handtücher trocknen, Schuhe dampfen Schweiß aus, viele Flaschen, Müll. Vor manchen Zelten trocknet Geschirr in Plasteschüsseln, liegen Fußmatten, als beträte man ein Haus, denn ein Haus muss sauber sein. Wacklige Illusionen, die der Sommer möglich macht, die gnadenlose Hitze in der Stadt. August. Ein Leichtes jetzt, draußen zu schlafen, im Zelt, im Gras, unter Blättern.