
Drei Kronleuchter hängen an der Decke. In der Ecke steht eine Bank von 1755, an der Wand hängt ein Teppich, der eine flämische Gartenszene zeigt. Bärbel Bas tritt hinter das Pult im Mercatorzimmer im Duisburger Rathaus. Der Kartograf Gerhard Mercator und die Bundesministerin für Arbeit und Soziales sind beide eng mit Duisburg verbunden. Nach Bas ist im Rathaus zwar noch kein Raum benannt, aber sie fühlt sich hier erkennbar wohl. Und das, obwohl es gerade um ein Thema geht, das für die SPD eher heikel ist: Es geht an diesem Montag Ende Oktober um Rumänen und Bulgaren, die bei Sozialleistungen betrügen. Mit diesem Thema kann man sich bei linken Sozialdemokraten immer noch unbeliebt machen und sich den Vorwurf einhandeln, rassistisch zu sein.