Wenn das Denken deutsch sein soll

Ulrich Siegmund (links) im April 2026 in Magdeburg.
Ulrich Siegmund (links) im April 2026 in Magdeburg.
Ulrich Siegmund (links) im April 2026 in Magdeburg.

Auf ihrem Parteitag in Sachsen-Anhalt zeigt die AfD schon mal, was sie sich vorstellt, wenn sie an die Macht käme: Patriotismuspflicht und Russischunterricht statt Gleichstellung und Kunstfreiheit. Ein Blick hinter die freundliche Fassade des Ulrich Siegmund.

12. April 2026 | Lesezeit: 12 Min.

Irgendwann, sagt Ulrich Siegmund, sei die Party halt vorbei. Der 35-Jährige steht am Samstagvormittag in Magdeburg vor einer Gruppe Demonstranten, die mit Trillerpfeifen, Sprechchören und Regenbogenfahnen deutlich machen, was sie von der AfD und ihrem Spitzenkandidaten zur Landtagswahl halten. Besonders viele sind es in dem Moment nicht, ein paar Dutzend vielleicht, aber laut sind sie. Ihr Motto: Wenn sie schon nicht verhindern können, dass die AfD an diesem Tag ihr Programm für eine mögliche Regierungsübernahme nach der Wahl im September beschließt, dann soll sie sich wenigstens an eine unfreundliche Begrüßung erinnern.

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