
Foto: AMANUEL SILESHI/AFP
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Foto: LUIS TATO/AFP
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Foto: Sentinel/Vertical 52
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9. September 2025 | Lesezeit: 8 Min.
Sie nennen ihn Abay. Den Großen. An seiner Quelle ist davon noch nichts zu sehen. Wer jemals dort oben stand in den kargen äthiopischen Bergen, am Ursprung des Blauen Nils, wer dem leisen Plätschern lauschte, während Pilger darauf warteten, dass orthodoxe Priester heiliges Quellwasser in Krüge schöpften, den mag die spätere Verwandlung des Flusses verblüffen: Der Blaue Nil – oder Abay, wie er in Äthiopien heißt – schwillt auf seinem Weg durch tiefe Schluchten immer weiter an. Vom Rinnsal in den Bergen wird er zu einem der mächtigsten Ströme auf dem afrikanischen Kontinent.