Malaika Mihambo
Sie kauerte auf der Bahn und bangte. So kennt man Mihambo nicht, die 2019 in Doha Weltmeisterin im Weitsprung geworden war und sich vor dem letzten Sprung den Lippenstift nachzog, in Gedanken versunken. Damals hatte sie Gold schon sicher, diesmal flog die 27-jährige deutsche Leichtathletin erst im letzten Versuch auf sieben Meter und Rang eins. „Das war mein härtester Wettkampf“, sagte Mihambo. Die Saison war nicht nach Plan verlaufen. Doch es ist ihre Stärke, sich in Wettkämpfe hineinzuarbeiten, am Ende hing die Goldmedaille um ihren Hals. Ein bescheidenes Glücksgefühl spüre sie, sagte Mihambo, „weil ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist“.
Von Saskia Aleythe