Prozess

Berufswunsch: Serienmörderin

Anna-Maria W. war von Menschen, die töten, fasziniert. Deshalb wollte sie „als Serienmörderin der Menschheit in Erinnerung bleiben“, so nimmt es die Staatsanwaltschaft an. Doch der Plan hatte seine Tücken.

Prozess

Berufswunsch: Serienmörderin

Anna-Maria W. war von Menschen, die töten, fasziniert. Deshalb wollte sie „als Serienmörderin der Menschheit in Erinnerung bleiben“, so nimmt es die Staatsanwaltschaft an. Doch der Plan hatte seine Tücken.

Von Max Ferstl (Text) und Stefan Dimitrov (Illustration)
27. Mai 2025 | Lesezeit: 4 Min.

Nachts hat sie oft „Medical Detectives“ angeschaut, eine Doku-Serie über alte Kriminalfälle. Gesucht wird meistens ein Mörder, und die Ermittler müssen nach ihm fahnden. Am meisten interessierten Anna-Maria W. jene Verbrecher, die nicht nur einmal töteten, sondern mehrfach: die Serienmörder. „Ich fand interessant, wie die denken. Der normale Mörder mordet nur einmal, als Affekt. Der Serienmörder macht das bewusst. Der Kopf funktioniert anders von denen.“ So erzählte es Anna-Maria W. der psychiatrischen Gutachterin, die sie im Gefängnis befragte.

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