
28. Mai 2025 | Lesezeit: 6 Min.
Am frühen Nachmittag des 22. April 2022 atmete Nisa R. (Name von der Redaktion geändert) nicht mehr, ihre Lippen waren blau. Zwölf Minuten kämpften ein Rettungsassistent und eine Notärztin im Süden Berlins um das Leben der Zwanzigjährigen, deren Herz nicht mehr schlug, deren Leber und Nieren bereits versagt hatten. Zehn Prozent Überlebenschance gab die Notärztin ihrer Patientin – und eine einprozentige Chance, dass sie keine bleibenden Hirnschäden erleidet. Sie überlebte, aber mit traumatischen Folgen.