
Unwetter in Japan
Mehrere Tote nach starken Niederschlägen bei Tokio

In der japanischen Präfektur Chiba bei Tokio kommen seit Donnerstagabend extreme Niederschlagsmengen vom Himmel. Landstriche stehen unter Wasser.

Mehrere Menschen sind bei den sintflutartigen Regenfällen bereits ums Leben gekommen. Der japanische Nachrichtensender NHK spricht von mindestens acht Toten. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer steigen könnte.

Mehr als 220 000 Menschen wurden dem Sender zufolge in der Region dazu aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und sich an sichere Orte zu begeben.

Mindestens 20 000 Haushalte sind laut dem Stromnetzbetreibers Tepco in den betroffenen Gebieten zeitweise ohne Strom.

Im Stadtzentrum von Chiba, einer Großstadt mit knapp einer Million Einwohnern, werden ganze Straßenzüge überflutet.

Ein Durchkommen mit dem Auto ist vielerorts schwer.

Teilweise ist es gar nicht mehr möglich.

Auch das Abwassersystem ist überlastet. Meterhoch schoss eine Wasserfontäne am Donnerstagabend aus einem Abwasserkanal in der Stadt.

Auch der öffentliche Nahverkehr wird zeitweise unterbrochen. Menschen harren an Bahnhöfen oder in nahegelegenen Einkaufszentren aus.

Für gestrandete Pendler werden provisorische Unterkünfte eingerichtet. Sie kommen unter anderem in einem Verwaltungsgebäude unter.

Am Flughafen Tokio-Narita, der sich in der Präfektur Chiba befindet, saßen in der Nacht auf Freitag etwa 7000 Menschen fest.

Mittlerweile hat die Wetterbehörde die Warnstufe heruntergestuft, für 14 Gemeinden hatte sie zuvor die höchste Stufe ausgerufen. Die Behörde warnt aber weiterhin wachsam zu bleiben, beispielsweise wegen möglicher Erdrutsche.
