Verbranntes Vertrauen

Ayşe und Nihat Kostadinchev haben vor einem Jahr bei einem Brandanschlag in Solingen ihre Verwandten verloren, Vater, Mutter, zwei kleine Kinder. Der Täter wurde nun zu lebenslanger Haft verurteilt, das Gericht sieht kein rassistisches Motiv. Doch bei den Angehörigen bleiben Zweifel.

Verbranntes Vertrauen

Ayşe und Nihat Kostadinchev haben vor einem Jahr bei einem Brandanschlag in Solingen ihre Verwandten verloren, Vater, Mutter, zwei kleine Kinder. Der Täter wurde nun zu lebenslanger Haft verurteilt, das Gericht sieht kein rassistisches Motiv. Doch bei den Angehörigen bleiben Zweifel.

Von Leonard Scharfenberg, Lena Kampf und Volker Wiciok (Fotos)
30. Juli 2025 | Lesezeit: 9 Min.

Die Wohnung im Hochparterre ist noch recht leer, ein neues graues Sofa, ein Fernseher und ein paar Spielsachen für den Kleinen, mehr nicht. Die Wände sind weiß, keine Bilder. Alles, was Ayşe und Nihat Kostadinchev einmal besaßen, ist in ihrer alten Wohnung verbrannt. Nur ein paar Familienfotos und Dokumente haben sie von der Polizei überreicht bekommen. Und selbst die riechen immer noch stark nach Rauch, erzählt Nihat Kostadinchev. Mit Rosenwasser hätten sie versucht, den Geruch zu übertünchen, ohne Erfolg.

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