













Oktoberfest 2024
So schön, schön war die Zeit
Am allerletzten Abend zur allerletzten Wiesn-Stunde wurde auch im Hackerzelt Abschied gefeiert, langsam schunkelnd zu „Sierra Madre“.
Die einen hielten Wunderkerzen oder Sterndlwerfer, wie sie in Bayern genannt werden. Die anderen Handys, um den Moment noch länger festzuhalten.
In der Ochsenbraterei nutzten viele Gäste erst zu „Angels“ von Robbie Williams, dann zu Rainhard Fendrichs „Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk“ ihr Smartphone ganz anders, nämlich stimmungsverstärkend, um den Masskrug von unten anzustrahlen.
Im Hofbräuzelt durften die Bedienungen das, was sonst für alle strengstens verboten ist: auf den Tischen tanzen.
Und dann ging das Licht an in den Zelten, das Fest, es war vorbei.
Draußen vor der Tür zögerten einige Besucher den Abschied noch etwas hinaus.
Was drinnen noch nach Freudentanz aussehen konnte, war in Wirklichkeit das letzte Auswringen vor dem Feierabend.
Und auch tagsüber war es schon ein prachtvolles Wiesnfinale. Nach Tagen zeigte sich die Sonne endlich wieder. Die Fahrgäste im Kettenkarussell breiteten die Arme aus, als würden sie den Moment des Glücks umarmen und festhalten wollen.
Ein letztes Mal die Tracht anziehen und raus auf die Theresienwiese. Eins werden mit der Masse. Das Flirren und Klirren genießen, das Rauschen und Rattern, das Schillern und Schwirren. Ehe es wieder ruhig wird in München.
Ein letzter Bissen Zuckerwatte – und dann heißt es: wochenlang oder sogar monatelang warten, bis die Eltern einen wieder mitnehmen auf ein Volksfest. Bis eine Verkäuferin oder ein Verkäufer den Stab in die Maschine hält, die weiße Watte wie von Zauberhand immer dichter anwächst, man schließlich hineinbeißt, sich einen Bart, imposant wie der vom Nikolaus, bastelt und sich das klebrig, süße Zuckerwattegefühl wieder einstellt.
Ein letztes Mal: Brust raus, Hand in die Hosentasche, strahlendes Lächeln angeknipst. Denn die Wiesn ist immer auch Bühne. Ein Foto als Erinnerung, eines für Freunde und Familie und eines für Instagram, damit möglichst die ganze Welt mitbekommt, wie besonders es in diesem Jahr wieder war auf dem Oktoberfest.
Es drehte sich am Sonntag noch einmal alles auf der Theresienwiese. Die Karussells, die Achterbahnen und natürlich auch die Köpfe mancher Besucher. Am allerschönsten dreht sich aber immer das Riesenrad. Auf eine letzte Runde – und bis zum nächsten Mal!

Oktoberfest 2024
So schön, schön war die Zeit


Am allerletzten Abend zur allerletzten Wiesn-Stunde wurde auch im Hackerzelt Abschied gefeiert, langsam schunkelnd zu „Sierra Madre“.

Die einen hielten Wunderkerzen oder Sterndlwerfer, wie sie in Bayern genannt werden. Die anderen Handys, um den Moment noch länger festzuhalten.


In der Ochsenbraterei nutzten viele Gäste erst zu „Angels“ von Robbie Williams, dann zu Rainhard Fendrichs „Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk“ ihr Smartphone ganz anders, nämlich stimmungsverstärkend, um den Masskrug von unten anzustrahlen.

Im Hofbräuzelt durften die Bedienungen das, was sonst für alle strengstens verboten ist: auf den Tischen tanzen.

Und dann ging das Licht an in den Zelten, das Fest, es war vorbei.

Draußen vor der Tür zögerten einige Besucher den Abschied noch etwas hinaus.

Was drinnen noch nach Freudentanz aussehen konnte, war in Wirklichkeit das letzte Auswringen vor dem Feierabend.

Und auch tagsüber war es schon ein prachtvolles Wiesnfinale. Nach Tagen zeigte sich die Sonne endlich wieder. Die Fahrgäste im Kettenkarussell breiteten die Arme aus, als würden sie den Moment des Glücks umarmen und festhalten wollen.

Ein letztes Mal die Tracht anziehen und raus auf die Theresienwiese. Eins werden mit der Masse. Das Flirren und Klirren genießen, das Rauschen und Rattern, das Schillern und Schwirren. Ehe es wieder ruhig wird in München.

Ein letzter Bissen Zuckerwatte – und dann heißt es: wochenlang oder sogar monatelang warten, bis die Eltern einen wieder mitnehmen auf ein Volksfest. Bis eine Verkäuferin oder ein Verkäufer den Stab in die Maschine hält, die weiße Watte wie von Zauberhand immer dichter anwächst, man schließlich hineinbeißt, sich einen Bart, imposant wie der vom Nikolaus, bastelt und sich das klebrig, süße Zuckerwattegefühl wieder einstellt.

Ein letztes Mal: Brust raus, Hand in die Hosentasche, strahlendes Lächeln angeknipst. Denn die Wiesn ist immer auch Bühne. Ein Foto als Erinnerung, eines für Freunde und Familie und eines für Instagram, damit möglichst die ganze Welt mitbekommt, wie besonders es in diesem Jahr wieder war auf dem Oktoberfest.

Es drehte sich am Sonntag noch einmal alles auf der Theresienwiese. Die Karussells, die Achterbahnen und natürlich auch die Köpfe mancher Besucher. Am allerschönsten dreht sich aber immer das Riesenrad. Auf eine letzte Runde – und bis zum nächsten Mal!