Neues Strafjustizzentrum in München

Bayern baut für 434 Millionen Euro einen „Prunkpalast“...

... aber der hat im Alltag seine Tücken

Richter schleppen Stühle, Verteidiger sprechen von einer „krassen Fehlplanung“ und sehen ihr Anwaltsgeheimnis in Gefahr, für Prozessbeobachter gibt es kaum Sitzplätze. Sind so faire Prozesse überhaupt möglich?

Neues Strafjustizzentrum in München

Bayern baut für 434 Millionen Euro einen „Prunkpalast“...
... aber der hat im Alltag seine Tücken

Richter schleppen Stühle, Verteidiger sprechen von einer „krassen Fehlplanung“ und sehen ihr Anwaltsgeheimnis in Gefahr, für Prozessbeobachter gibt es kaum Sitzplätze. Sind so faire Prozesse überhaupt möglich?

11. August 2026 | Lesezeit: 9 Min.

Richter Michael Schönauer schleppt Stühle aus dem Beratungszimmer in den Gerichtssaal. „Ich entschuldige mich, ich habe das Platzangebot falsch eingeschätzt“, sagt er zu den gut zwei Dutzend Menschen, die der Verhandlung beiwohnen wollen, aber teilweise keinen Platz mehr finden, und fügt an, „aber so viele Erweiterungsmöglichkeiten gibt es hier ohnehin nicht“.

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