
4. September 2026 | Lesezeit: 5 Min.
Weniger rote Revolution, mehr grünes Großbürgertum, weniger Verkehr, mehr Villenkolonie: Harlaching gilt als die ausgeruhte, renaturierte Antwort auf das aktivistische, zubetonierte Giesing. Beim Spatenstich 1906 noch als „gemeinnützige Gartenstadt“ für die benachbarte Arbeiterschicht vorgesehen, schritt nach Ende des Ersten Weltkriegs vor allem der Ausbau von Eigentumshäusern voran. Deren Besitzer grenzten sich ab und gründeten in der Weimarer Republik sogar eine Bürgerwehr „zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung“ und gegen „Plünderungsversuche“ der Giesinger.