Ergebnisse der OB-Stichwahl
So hat München gewählt
München hat entschieden: Knapp 1,1 Millionen Menschen waren am Sonntag aufgerufen, in der Stichwahl über den künftigen Oberbürgermeister abzustimmen. Fast die Hälfte haben ihr Kreuzchen gemacht, die Wahlbeteiligung lag bei 44,5 Prozent.
Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat sich gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) durchgesetzt. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte Reiter noch mit 35,6 Prozent vorne gelegen, damit allerdings das schlechteste Ergebnis aller OB-Kandidaten seiner Partei eingefahren, Krause mit 29,5 Prozent umgekehrt das beste. Bei der Stichwahl lag Krause klar vorne.
Im Stadtrat waren 80 Sitze zu vergeben, 13 Parteien haben es bei der Wahl am 8. März ins Rathaus geschafft. Die Grünen erzielten die meisten Sitze vor CSU und SPD. Die Beteiligung lag bei 52,3 Prozent. Die Amtszeit dauert wie die des Oberbürgermeisters sechs Jahre.
Das Ergebnis der OB-Stichwahl könnte Auswirkungen auf die Koalition im Rathaus haben. Bislang regiert eine grün-rote Mehrheit, in der Amtsperiode davor gab es eine schwarz-rote. Die CSU hat nun eine Wahlempfehlung für den SPD-Kandidaten Reiter abgegeben, die Grünen favorisieren eine Fortsetzung des Bündnisses mit der SPD, für das es rechnerisch wie bisher zusammen mit Volt und Rosa Liste reichen würde.
Welche Mehrheiten sonst noch möglich wären, können Sie mit dem Koalitionsrechner ermitteln - nach einem Klick auf eine Partei werden die Bündnisse speziell für diese angezeigt.
Zur Wahl standen auch die Bezirksausschüsse in den 25 Stadtbezirken, in denen je nach Größe der Stadtteile 19 bis 45 Sitze zu vergeben sind. Verhandelt werden dort Themen, die auf die jeweiligen Viertel beschränkt sind.
In 15 Bezirksausschüssen stehen die Grünen an der Spitze: Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann, Schwabing-West, Neuhausen-Nymphenburg, Maxvorstadt, Altstadt-Lehel, Laim, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Schwanthalerhöhe, Au-Haidhausen, Berg am Laim, Sendling-Westpark, Sendling, Untergiesing-Harlaching und Obergiesing-Fasangarten.
Zehn Stadtbezirke gingen an die CSU: Allach-Untermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied, Pasing-Obermenzing, Moosach und Feldmoching-Hasenbergl, Hadern, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln, Ramersdorf-Perlach, Trudering-Riem und Bogenhausen.