Es gibt diese Momente, Phasen, Ereignisse, die gerade danach schreien, Menschen zusammenzubringen. Ein Gefühl des Zusammenhalts zu kreieren, um gemeinsam schwere Zeiten zu überbrücken. Und kein Zeitraum erzeugte in jüngerer Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes so viel Trennendes wie die Corona-Pandemie. Da waren die Schanigärten ein probates Mittel, um selbst im Lichte der Abstandsregeln bei einer Halben Bier oder einem Hugo so etwas wie menschliche Nähe zu simulieren – und den Gastronomen das ökonomische Überleben zu sichern. Aber die Pandemie ist vorbei, und die Schanigärten als provisorisches Mittel zum Zweck sollten wieder aus dem Stadtbild verschwinden.