Pro und Contra

Sollten Schanigärten in München verboten werden?

Kommentare von Astrid Becker und Martin Mühlfenzl
Seit Corona erobern Schanigärten ehemalige Parkplätze wie hier im Glockenbachviertel – doch das gefällt nicht allen in der Stadt.
Seit Corona erobern Schanigärten ehemalige Parkplätze wie hier im Glockenbachviertel – doch das gefällt nicht allen in der Stadt.

Für die einen sind Schanigärten ein Quell der Freude, für die anderen ein Ärgernis. Machen sie die Stadt wirklich besser oder doch eher schlechter?

27. Juni 2025 | Lesezeit: 4 Min.

Pro von Martin Mühlfenzl

Schanigärten sollten aus dem Stadtbild verschwinden

In der Pandemie haben sie ihren Zweck erfüllt, doch nun sind sie überflüssig und oft ein Ärgernis. Zur Münchner Gemütlichkeit tragen sie nicht bei.

Es gibt diese Momente, Phasen, Ereignisse, die gerade danach schreien, Menschen zusammenzubringen. Ein Gefühl des Zusammenhalts zu kreieren, um gemeinsam schwere Zeiten zu überbrücken. Und kein Zeitraum erzeugte in jüngerer Vergangenheit im wahrsten Sinne des Wortes so viel Trennendes wie die Corona-Pandemie. Da waren die Schanigärten ein probates Mittel, um selbst im Lichte der Abstandsregeln bei einer Halben Bier oder einem Hugo so etwas wie menschliche Nähe zu simulieren – und den Gastronomen das ökonomische Überleben zu sichern. Aber die Pandemie ist vorbei, und die Schanigärten als provisorisches Mittel zum Zweck sollten wieder aus dem Stadtbild verschwinden.

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