Eisbach-Chronologie
Das Katz-und-Maus-Spiel an der Welle
1. November 2025
Nach der „Bachauskehr“ kommt das böse Erwachen: Die Eisbachwelle lässt sich nicht mehr surfen. Die erste Vermutung ist, dass schlicht nicht genug Wasser in dem Kanal ist, der von der Isar abgezweigt wird. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) beauftragt das Baureferat, „sich das möglichst schnell anzuschauen und nachzujustieren“.
3. November
4. November
5. November
7. November
12. November
21. November
Solange die Bretter im Wasser sind, baut sich eine Welle auf. Werden die Bretter entfernt, verschwindet sie wieder.
4. Dezember
23. Dezember
Das Referat für Klima- und Umweltschutz schickt den Surfern eine Liste an Forderungen, die aus seiner Sicht vor weiteren Versuchen zu erfüllen sind. Teile der Surfszene sind entsetzt und kündigen den Dialog mit der Stadt auf.
25. Dezember
Sportlerinnen und Sportler nutzen die Gelegenheit, um aufs Wasser zu gehen.
28. Dezember
30. Dezember 2025
7. Januar 2026
9. Januar
4. Februar
10. Februar
Ein weiterer Vorversuch findet am Eisbach statt.
11. Februar
13. Februar
19. Februar
Ein weiterer Vorversuch findet am Eisbach statt.
27. Februar
Der geplante abschließende Vorversuch muss verschoben werden, weil der Wasserstand nicht ausreicht.
1. März
16. März
Dieter Reiter sagt in einem Duell mit seinem Stichwahl-Herausforderer Dominik Krause (Grüne) auf Radio Gong: „Wenn ein Einbau gefunden wird, der dazu führt, dass die Welle dauerhaft funktioniert, wird sie wieder freigegeben.“ Teile der Surfszene empfinden das als Hohn, weil aus ihrer Sicht klar ist, mit welchen Einbauten die Welle wiederbelebt werden könnte.
22. März
Dominik Krause wird zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Amtsantritt: 1. Mai.
26. März
27. März 2026
30. März 2026
Der designierte OB Krause verspricht, bis zu den Sommerferien solle die Welle wieder stehen und freigegeben werden. „Spätestens, hoffe ich“, so Krause.
3. April, Karfreitag
Die Auferstehung an den Ostertagen ist kein Wunder. Surf-Aktivisten haben erneut einen nicht genehmigten Einbau in den Fluss eingebracht: Ein Gitter – in gedeckten Farben nur schwer zu erkennen –, das an einem Seil auf der in Fließrichtung rechten Seite montiert ist. Für das Katz-und-Maus-Spiel mit der Stadt wählen die Surfer gerne Feiertage.
5. April, Ostersonntag
Doch noch ein kleines Osterwunder am Sonntag: Zwar ist das Gitter wieder entfernt worden, doch an der sogenannten „Holzseite“ am Haus der Kunst bildet sich von selbst immer wieder einmal eine surfbare Welle. Oder zumindest eine halbe. Denn auf der „Steinseite“ rauscht Weißwasser, das nicht trägt.
16. April 2026
Zum Jahrestag des tödlichen Unglücks erklärt Dominik Krause (Grüne) als designierter neuer Oberbürgermeister: „Ich bin in diesen Tagen mit meinen Gedanken bei den
Hinterbliebenen. Der tragische Unfall hat die rechtliche Situation an der Welle
verändert.“ Daher sei die Stadt verpflichtet, die „gebotene Verkehrssicherheit“ an der Welle herzustellen. Die Versuche, wie die Welle dauerhaft stabil bleibt, werden fortgesetzt.