Energiewende

Es hängt was in der Luft

Die Windkraft führte rund um München lange ein Schattendasein. Jetzt werden fast überall Rotoren geplant, doch Politik und Klagen drohen sie auszubremsen. Ein Überblick zeigt, wo sich was dreht – und wo sobald nicht.

12. Juni 2026 | Lesezeit: 7 Min.

Es war Zentimeter-Arbeit: Schwere Lastwagen zirkelten mit sperrigen Bauteilen Anfang Mai durch die engen Straßen von Reichertshausen und Au in der Hallertau. Ihr Ziel war eine Baustelle im nahen Nandlstadt. Auf dieser entstehen aktuell zwei Windkraftanlagen. Das spektakuläre Manöver lief mitten in der Nacht ab. Dann sind die Straßen weitestgehend leer. Irgendwie müssen Rotornabe, Maschinenhaus und auch die langen Rotorblätter ja in den Norden des Landkreises Freising gelangen. Und schließlich hinauf in luftige Höhe, damit sich die Rotoren von August an im Wind drehen und auf nachhaltige Weise Strom erzeugen.

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