Kommunalwahl 2026

So hat der Landkreis München gewählt

8. März 2026 | Lesezeit: 3 Min.

Dieser Artikel wird am Wahlabend regelmäßig aktualisiert.

Die Region rund um München ist vielfältig – und so sind auch die Ergebnisse. Ob Landrats- oder Kreistagswahl, neue Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, mögliche Stichwahlen oder die Resultate aus den wichtigsten Städten und Gemeinden: In diesem Artikel finden Sie alle Entscheidungen im Landkreis München auf einen Blick. Zu den Ergebnissen in ganz Bayern gelangen sie hier.

Die Kreisebene

Auf der Kreisebene ist der Landrat oder die Landrätin das direkt gewählte Verwaltungsoberhaupt. Er oder sie führt die Beschlüsse des Kreistags aus. Der Kreistag ist das kommunale Parlament des Landkreises – er entscheidet über Budget, Infrastruktur und die großen Weichenstellungen vor Ort.

Neben dem Landrat ist der Kreistag die zweite Säule der Landkreispolitik – und funktioniert nach eigenen Regeln: Hier zählen nicht nur Mehrheiten, sondern Koalitionen, Listen und das Kräfteverhältnis der Parteien.

Die kommunale Ebene

Keine Ebene der Demokratie ist näher am Alltag der Menschen als die kommunale: Stadt- und Gemeinderäte entscheiden darüber, wie schnell der Bus kommt, wo neue Wohngebiete entstehen und wie gut die Schulen ausgestattet sind. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Stadt- und Gemeinderäte gestalten das Leben in den Kommunen. 

Bei der Kommunalwahl reicht eine Mehrheit nicht immer aus: Erhält kein Kandidat im ersten Wahlgang mehr als 50 Prozent der Stimmen, kommt es zwei Wochen später zur Stichwahl.

Wichtige Städte und Gemeinden

Bevölkerungsanzahl, wirtschaftliches Gewicht, regionale Strahlkraft – das sind beispielsweise Faktoren, mit denen eine Kommune hervorstechen kann. Solche Städte und Gemeinden setzen Themen, ziehen Menschen an und prägen das Gesicht eines ganzen Landkreises. In der Übersicht unten finden Sie die Wahlergebnisse aus den einwohnerreichsten und wichtigsten Kommunen des Landkreises.

Gräfelfing

Klein, aber außergewöhnlich wohlhabend: Gräfelfing zählt zu den reichsten Gemeinden Bayerns. Gut ausgestattete Finanzen ermöglichen ambitionierte Projekte – und sorgen für entsprechend lebhafte Debatten über deren Verwendung.

Grünwald

Die Steuerkraft pro Einwohner ist bundesweit eine der höchsten, prominente Villenviertel und Medienunternehmen prägen das Bild. Doch auch hier bieten Themen wie Flächenverbrauch, Verkehr und soziale Durchmischung Diskussionsstoff.

Haar

Haar im Osten Münchens beherbergt bedeutende Unternehmensstandorte und ist durch seinen psychiatrischen Klinikstandort – eines der größten psychiatrischen Zentren Bayerns – überregional bekannt. Kommunalpolitisch steht Haar vor dem Spagat zwischen weiterer Verdichtung und dem Erhalt von Lebensqualität.

Ottobrunn

Ottobrunn ist eine der am dichtesten besiedelten Gemeinden im Landkreis München – und gleichzeitig ein bedeutender Hochtechnologiestandort. Die Gemeinde steht kommunalpolitisch vor klassischen Wachstumsfragen: Wohnen, Infrastruktur, Verkehr.

Taufkirchen

Taufkirchen im Süden Münchens ist Heimat der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und einer der wichtigsten Hightech-Standorte der Region. Dieser wirtschaftliche Erfolg macht Taufkirchen zur wachsenden Gemeinde und zu einem begehrten Wohnort.

Neubiberg

Neubiberg ist die Heimat der Universität der Bundeswehr München. Der Campus bringt Studierende, Forschung und wirtschaftliche Impulse, macht Neubiberg aber auch zu einem besonderen kommunalpolitischen Fall: Viele Bewohner sind nur vorübergehend ansässig, was Fragen der Identität und Infrastruktur aufwirft.

Unterhaching

Unterhaching steht für eine kommunalpolitische Pionierleistung: Die Gemeinde südlich von München setzt seit Jahren auf Geothermie als Wärme- und Energiequelle und gilt als Vorzeigemodell für kommunale Energiewende.

Unterschleißheim

Unterschleißheim im Norden Münchens ist die größte Gemeinde im Landkreis. Kommunalpolitisch steht die Stadt vor den Herausforderungen einer wachsenden Großgemeinde: Verkehr, Wohnraum und die Frage, wie viel Wachstum noch verträglich ist.

Entwicklung: Markus Hametner, Stefan Kloiber, Sören Müller-Hansen, Oliver Schnuck; Infografik: Sarah Unterhitzenberger; Text: Claudia Koestler; Testing: Malte Hornbergs; Datenrecherche: Marius Antonini, Niklas Schneider, Natalie Sablowski, Berit Kruse, Marie-Louise Timcke

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