Finanzminister Lars Klingbeil (li.) mit Moderator Matthias Deiß im ersten der diesjährigen ARD-Sommerinterviews aus dem Studio.
Finanzminister Lars Klingbeil (li.) mit Moderator Matthias Deiß im ersten der diesjährigen ARD-Sommerinterviews aus dem Studio.
Finanzminister Lars Klingbeil (li.) mit Moderator Matthias Deiß im ersten der diesjährigen ARD-Sommerinterviews aus dem Studio.

Fernsehen

Es ist ernst, kommt rein

Für die Sommerinterviews ging das Fernsehen traditionell ins Freie – und suchte die Politiker an ihrem Ferienort auf. Inzwischen leidet das Urlaubsfeeling. Nicht nur, weil die ARD ihre Gespräche ins Studio verlegt hat.

Finanzminister Lars Klingbeil (li.) mit Moderator Matthias Deiß im ersten der diesjährigen ARD-Sommerinterviews aus dem Studio.
Finanzminister Lars Klingbeil (li.) mit Moderator Matthias Deiß im ersten der diesjährigen ARD-Sommerinterviews aus dem Studio.
Finanzminister Lars Klingbeil (li.) mit Moderator Matthias Deiß im ersten der diesjährigen ARD-Sommerinterviews aus dem Studio.

Fernsehen

Es ist ernst, kommt rein

Für die Sommerinterviews ging das Fernsehen traditionell ins Freie – und suchte die Politiker an ihrem Ferienort auf. Inzwischen leidet das Urlaubsfeeling. Nicht nur, weil die ARD ihre Gespräche ins Studio verlegt hat.

24. Juli 2026 | Lesezeit: 6 Min.

Das Sommerinterview ist idealerweise so etwas wie die Freilichtbühne der Politik. Von den profanen Herbst-, Winter- und Frühlingsinterviews, die als solche in ihrer betriebsmäßigen Alltäglichkeit gar nicht eigens tituliert werden müssen, unterschied es sich einst durch seine saisonale Exklusivität. Sommerinterview ist, wenn Parlamentspause ist und der Politiker im Urlaubsmodus. Mit seinem Jackett, so die Theorie, legt der Amtsträger auch sein staatmännisches Korsett und die dazugehörigen Floskeln ab und tritt heraus aus der Institution in die freie Natur. In eine Atmosphäre der Offenheit, Gelassenheit und Nahbarkeit. Des Weitblicks auch, fern von den Zwängen des Tagesgeschäfts. Sommerselig, unter blauem Himmel, gerne an einem ruhigen See, würde im Politikus der (Privat-)Mensch zu entdecken sein – und im Sommerloch womöglich eine Schlagzeile.

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