EIN ZIMMER, KÜCHE, FREIBAD
»Sehr geehrte Badegäste, es ist Badeschluss!« 19.15 Uhr, gleich gehört das Bad nur noch den Kabanesen. Ein Dienstag Ende August, 23 Grad, der Himmel leuchtet spätsommerblau. Handtücher bedecken die Liegewiese. Eben noch übte ein Mädchen Rollen im Wasser, eine Frau kramte die Sonnencreme aus ihrer Tasche, eine Brustschwimmerin mit Dauerwelle richtete zwischen zwei Zügen ihre Sonnenbrille. Aber jetzt verlassen die Letzten das Becken. Picknickdecken werden gefaltet, Badeanzüge ausgewrungen, Wassermelonenschalen entsorgt, und binnen weniger Minuten verwandelt sich das Thermalbad Vöslau von einem lauten, bunten Freizeitpark in eine fast mystische Oase der Ruhe. Das Wasser glitzert. Um 20 Uhr sind alle weg.