
Sagen Sie jetzt nichts
Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl
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Geboren 26. Juni 1954 in Zagreb; 21. Oktober 1958 in München
Beruf Schauspieler
Ausbildung Musikstudium am Salzburger Mozarteum und Schauspiel-Akademie Zürich; Philosophiestudium an der Ludwigs-Maximilians-Universität und Schauspielunterricht in München
Status So jung kommen wir nicht mehr zusammen
Hundert Folgen Tatort. Immer dieselben zwei Hauptdarsteller. 35 Jahre lang. Als Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) an einem Sonntagabend im Jahr 1991 zum ersten Mal im Fernsehen auftauchten, gab es noch keine Handys, die deutsche Hauptstadt war Bonn, und der Liter Benzin kostete eine D-Mark. Dreieinhalb Jahrzehnte später ist Schluss, die beiden hören auf.
Nach 35 gemeinsamen Jahren Tatort – wie gründlich kennen Sie einander?

Erinnern Sie sich überhaupt noch an den Anfang?

Zum Abschied ein Sagen Sie jetzt nichts, Nemec und Wachtveitl kommen zum Fototermin in den Süddeutschen Verlag. Nemec plaudert gut gelaunt über all die Projekte, die er jetzt vorhat, Wachtveitl brummt mit schönem Münchner Grant: »Wo hab ich denn jetzt meinen Kaffee abgestellt? Ach so, nirgends, mir ist ja gar keiner angeboten worden.«
So im Blick auf Ihre Karriere – was ist das Beste an Ihrem Beruf?

Wie kämpft man sich durch eine Folge, wenn das Drehbuch Mist ist?

Ihr Gefühl, wenn der andere mal nicht da ist?

Müssen solche Silbermähnen eigentlich besonders gepflegt werden?

Die zwei haben Spaß, improvisieren zu jeder Frage ein kurzes Kammerspiel, raunen einander Anweisungen zu, »Stell dich mal da her«, »Ich tu mein Bein da rüber«, »So, jetzt, auf drei«. Zwei Männer, eingespielt wie ein Synchronschwimmerduo. Kein Wunder, sie haben ja länger zusammengearbeitet als die meisten echten Kommissare Münchens.
Braucht München jetzt ein Wachtveitl/Nemec-Denkmal?

Ihr Eindruck vom jeweils anderen damals beim ersten Treffen?

Wer von Ihnen ist der Eitlere?

Wie haben Sie Kontakt gehalten zwischen den Tatorten?

Zum Abschied gönnt ihnen der Bayerische Rundfunk an Ostern einen Zweiteiler, der inhaltlich an die erste Folge von 1991 anschließt. Die Doppelfolge läuft am 5. und 6. April, mit einer freundlichen Verbeugung als Titel: Sie heißt Unvergänglich.
Der Abschied vom Tatort: eher Trauer oder eher Erleichterung?

