
Sagen Sie jetzt nichts
Was ist das Beste am Jungsein, Lea Drinda?
Geboren 11. Dezember 2001 in Jena
Beruf Schauspielerin
Ausbildung Abitur
Status Großer Auftritt
Sie spielt oft rastlose junge Frauen, die mit ihrem Platz in der Welt hadern oder nach diesem suchen. Lea Drindas erste Hauptrolle war die heroinabhängige Jugendliche Babsi in der Fernsehserie Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, damals war Drinda 17, einen Schauspielkurs hatte sie nie belegt, nebenher machte sie ihr Abitur.
Im vergangenen Jahr spielte sie das Mädchen Erika im Film In die Sonne schauen, der bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde. Erika spricht wenig, stattdessen drückt sie mit durchdringenden, langen Blicken ihr Unbehagen in ihrer Umwelt aus, dem Deutschland der Vierzigerjahre.
Drinda selbst wuchs am Bodensee auf, verbrachte aber viel Zeit in Spanien, von dort stammt ihre Mutter. In Spanien sei sie ganz anders als in Deutschland, sagte Drinda dem MDR, lauter, freier, wärmer. Hierzulande sei sie eher streng und kühl. Beide Seiten ihrer Persönlichkeit versuche sie zu verstehen, sie glaubt, ihrem Spiel habe das nur geholfen.
Dem MDR sagte Drinda dazu mal: »Ich glaube, dass dieser Film es geschafft hat, weiblichen Schmerz ganz zart anzuschauen, zu behandeln, behutsam zu sezieren und allen hinzulegen.« Kommende Woche erscheint die Serie City of Blood auf Disney+, in der sie als Bea durch ein dystopisches Berlin streift, das von Vampiren beherrscht wird.
Hollywood – reizt Sie das?

Im Film »In die Sonne schauen« spielten Sie Erika. Die Figur in einem Körperausdruck?

Das Gefühl, bei der Weltpremiere des Films in Cannes über den roten Teppich zu laufen?

Was ist das Beste am Jungsein?

Dieses Jahr werden Sie 25. Quarterlife Crisis oder ganz zufrieden?

Sie sagten mal, Sie hätten lange damit gehadert, »Frau sein zu müssen«. Wie sieht Weiblichkeit für Sie aus?

Und wie sehen Sie sich selbst?

Welche Emotion ist vor der Kamera am schwersten darzustellen?

Was tun sie, während sie auf den Bus warten?

Was können ältere Schauspielerinnen und Schauspieler von der nächsten Generation lernen?
