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Martyna Berenika Linartas

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Geboren 8. Mai 1990 in Posen (Polen)
Beruf Politikwissenschaftlerin an der FU Berlin und Leiterin von Ungleichheit.info e.V.
Ausbildung Promotion in der Politikwissenschaft und Pressereferentin
Status Klassenbeste

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Martyna Linartas tourt durch Podcasts, Talkshows, spricht auf Podien und zitiert erschreckende volkswirtschaftliche Kennzahlen.

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Zu ihren Klassikern gehören diese: In der Bundesrepublik besitzen zwei Familien, namentlich Schwarz (Eigentümer des Lebensmittelriesen Lidl) und Boehringer / von Baumbach (Eigentümer des Pharma-Unternehmens Boehringer Ingelheim), zusammen mehr als die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Oder: Die Vermögensungleichheit in Deutschland ist ähnlich wie die in Mexiko.

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Für Ihr Buch sprachen Sie mit den reichsten Menschen des Landes: Wie geht’s denen da oben?

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Als Kind zog Linartas aus dem polnischen Posen nach Kiel. Sie wuchs in Armut auf. Dann folgte eine Aufstiegsgeschichte, die 2023 in einer Promotion mit Bestnote an der Freien Universität Berlin mündete, wo sie bis heute lehrt. Für ihre Abschlussarbeit studierte sie die Folgen der Vermögensungleichheit im Land. 2025 erschien ihr erstes Buch mit dem Titel Unverdiente Ungleichheit, das für den NDR-Sachbuchpreis nominiert war und die Bestsellerlisten anführte.

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Ulf Poschardt sagt, Sie machen »egalitären Populismus«. Wie finden Sie das?

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Womit befassen Sie sich am liebsten, wenn es mal nicht um Steuern und Vermögen geht?

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Sie waren mal bekennende Sozialdemokratin. Mit welchem Blick schauen Sie heute auf die SPD?

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Sie haben sich als spirituellen Menschen bezeichnet. Was heißt das?

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Die Welt ist unfassbar ungerecht. Worüber können Sie trotzdem herzhaft lachen?

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Mit ihren ökonomischen Merksätzen ist die 35-Jährige zum Gesicht eines politisch linken Spektrums geworden, das sich in den vergangenen Jahren von den Klima- und Kulturfragen ein Stück weit ab- und den materiellen Dingen zugewandt hat.

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Und damit ist sie so erfolgreich, dass sie im Fotostudio vor guter Laune nur so strotzt. Wobei… Es könnte auch daran liegen, dass es ihr letzter Berufstermin vor dem Mutterschutz war.

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Sie haben einst für Annalena Baerbock gearbeitet: Irgendetwas, dass Sie Ihrer einstigen Chefin immer mal sagen wollten?

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Sie zogen als Einjährige aus Polen nach Deutschland. Wie blicken Sie heute auf unser Nachbarland?

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Viele Menschen halten den Kapitalismus für ihre Religion. Woran glauben Sie?

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Was fühlen Sie beim Wort »Sozialismus«?

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Projektteam
Fotos Axel Martens
Text Jonas Junack
Digitales Design Lea Sophie Fetköter, Lisa Hingerl
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Text: Ivana Sokola, Fotos: Axel Martens
5. März 2026
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