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Ihr größter Traum mit 15, Dörte Hansen?
Geboren 20. August 1964 in Husum
Beruf Schriftstellerin
Ausbildung Studium der Anglistik, Romanistik, Frisistik in Kiel, Promotion in Soziolinguistik
Status Nich lang schnacken
Die Heimkehr ist eines ihrer Lieblingsthemen, so war es in Altes Land (2015), in Mittagsstunde (2018), in Zur See (2022) und so ist es auch in ihrem neuen Roman Broder, in dem der ältere Zwilling den Hof bekommt, weil das eben so ist, und der andere, der nur ein paar Minuten jünger ist und leer ausgeht, weggeht
– bis er dann eines Tages heimkommt und die Geschichte beginnen kann. Die Konstellation ist schon mal genial, und es wäre eine Überraschung, würde sich das Buch nicht wie geschnitten Brot verkaufen, wie man im Norden sagt.
So wie sich alle Dörte-Hansen-Bücher zuvor schon wie geschnitten Brot verkauft haben, wegen ihrer Geschichten, vor allem aber auch wegen ihrer eindrücklichen Charaktere.
Die »Nur-nachinnen-Sprecher« hat der Literaturkritiker Volker Weidermann ihre Figuren genannt und gemutmaßt, dass sie vor allem für diese mit dem Romanschreiben überhaupt angefangen hat. Davor war Dörte Hansen Journalistin.
Sie wuchs im Dorf Högel bei Husum auf, von da aus liegt Hamburg weit im Süden. Man spricht Plattdeutsch, was Hansen auch in ihrer Familie praktiziert.
All das – der Norden, der Wind, die See, die Kälte und die Nässe, die Traditionen und Rituale, die Sprache und die Wortlosigkeit – bildet nicht nur den Hintergrund ihres Lebens, sondern auch all ihrer Romane.
Was macht der Norden mit einem?

Was kann an Husum auch nerven?

Und wie halten Sie dem Nordwind stand?

Sie sind in Husum sehr bekannt. Was tun, wenn Sie unterwegs Ihre Ruhe wollen?

Wie kompensieren Sie einen unproduktiven Tag?

Ihr Blick, wenn jemand Plattdeutsch versucht, der es nicht kann?

Gehören Sie zu den Robusteren?

Im Alltag, auf dem Land, schick oder lässig?

Was brauchen sie zum Schreiben?
