Wehrdienst

Umzingelt von Hedonisten

Nein, unser Autor ist keiner dieser Drillinge, die 1984 bei der Bundeswehr einrückten. Seinen Dienst trat er acht Jahre später an. Und findet heute: Solange die Bundeswehr sich nicht reformiert, ist es ungerecht, die Verteidigung dieses Landes der jungen Generation zu überlassen.

Von Peter Littger
7. November 2025 | Lesezeit: 8 Min.

Wenn ich heute mit meinem 18-jährigen Sohn über die Wehrpflicht spreche und er mich fragt, was gerecht sei, erkenne ich drei Probleme, die ich in die öffentliche Diskussion werfen möchte: den Hedonismus in der Bundeswehr. Das Fehlen eines Plans. Und die Missachtung des staatsphilosophischen Gebots vom „gerechten Krieg“. Je wahrscheinlicher und greifbarer ein gewaltsamer Konflikt für Deutschland ist, desto mehr wird über den „Bellum iustum“ zu sprechen sein. Seine Leitgedanken sind ähnlich grundsätzlich und bindend wie die „Zivilisierung des Rechts“, bekannter als „Rule of Law“, in Friedenszeiten.

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