Klimakrise

Wildes Weh und trockenes Ach

Rheingold, Romantik, „Wacht am Rhein“: Der Strom, an den die Deutschen ihr Schicksal binden wollten, ist heute ein europäischer Fluss.

Und im Moment eher ein Rinnsal. Da kommen die Schiffer auf alte Ideen: Felsen sprengen.

Klimakrise

Wildes Weh und trockenes Ach

Rheingold, Romantik, „Wacht am Rhein“: Der Strom, an den die Deutschen ihr Schicksal binden wollten, ist heute ein europäischer Fluss.

Und im Moment eher ein Rinnsal. Da kommen die Schiffer auf alte Ideen: Felsen sprengen.

Von Lothar Müller
10. August 2026 | Lesezeit: 5 Min.

Durch das Niedrigwasser des Rheins werden am Ufer in Leverkusen oder in Rheindürkheim bei Worms die Hungersteine sichtbar, die auf vergangene Dürren verweisen. Die Fahrrinne verengt sich, die Kiesbänke mit Menschen unter Sonnenschirmen rücken an den Fluss heran. Dem Bild des mächtigen Stroms entspricht der Rhein gerade nicht mehr, unter den Pegelstationen, die Tiefststände melden, war in den Nachrichten dieser Woche die Station in Kaub allgegenwärtig. Sie liefert den wichtigsten Orientierungswert für die Schifffahrt auf dem Mittelrhein. 

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