Medizin

EIN GUTES ENDE?

Der selbstgewählte Tod der Kessler-Zwillinge zeigt das Dilemma am Lebensende: Glaube und ethische Prinzipien mögen hilfreiche Grundpfeiler sein, doch Pflegenotstand und die Angst vor Leid machen es schwer, einen angemessenen Weg zu finden.

Medizin

EIN GUTES ENDE?

Der selbstgewählte Tod der Kessler-Zwillinge zeigt das Dilemma am Lebensende: Glaube und ethische Prinzipien mögen hilfreiche Grundpfeiler sein, doch Pflegenotstand und die Angst vor Leid machen es schwer, einen angemessenen Weg zu finden.

18. November 2025 | Lesezeit: 6 Min.

Niemand wird gefragt, ob er auf diese Welt kommen und jäh ins Leben geworfen werden möchte. Ob man seinem Leben ein Ende setzen will, bevor es auf andere Weise vorbei ist, das kann man hingegen selbst bestimmen. Aber was nach einer uneingeschränkten finalen Wahlfreiheit klingt, ist dann doch alles andere als einfach. Gemeint ist hier nicht nur der schwierige Schritt, selbst Hand an sich zu legen und seinen Lebensfaden durchzuschneiden oder andere zu bitten, dies zu tun. Gemeint ist vielmehr auch der Schmerz, den man jenen bereitet, die im Bestatter-Deutsch als „Hinterbliebene“ bezeichnet werden.

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