Interview mit Giulia Enders
„Es ist gefährlich, den Körper nur als eine Art Maschine zu sehen“
Mit Anfang 20 als Medizinstudentin einen Vortrag auf einem Science-Slam halten und gleich gewinnen? Den Vortrag dann zu einem Sachbuch ausarbeiten, das sich weltweit acht Millionen mal verkauft? Kann man mal machen, zumindest, wenn man Giulia Enders ist. „Darm mit Charme“ hieß das Buch, das aus der 1990 geborenen Mannheimerin aus dem Stand eine der erfolgreichsten deutschen Sachbuchautorinnen machte. Der griffige Titel mag geholfen haben, doch vor allem faszinierte die Leserinnen und Leser, was Enders über das vergleichsweise wenig erforschte Organ zu sagen hatte. Elf Jahre nach dem Debut legt Enders nun mit „Organisch“ ihr zweites Buch vor. Sie lädt zum Gespräch in ihren Frankfurter Garten, es gibt eingelegte Radieschen und Handkäs mit Musik, eine Spezialität der Region.