Interview mit Giulia Enders

„Es ist gefährlich, den Körper nur als eine Art Maschine zu sehen“

„Ich wollte weder Poesiealbumsprüche klopfen noch zu technisch oder Lehrbuch-artig schreiben“: Giulia Enders.
„Ich wollte weder Poesiealbumsprüche klopfen noch zu technisch oder Lehrbuch-artig schreiben“: Giulia Enders.

Ihr Bestseller „Darm mit Charme“ war erst der Anfang. In ihrem neuen Buch „Organisch“ nimmt Giulia Enders den ganzen menschlichen Körper in den Blick. Ein Gespräch über die Treue des Immunsystems, kranken Leistungsdruck – und die Körperlichkeit der Politik.

Interview von Werner Bartens und Sara Peschke
22. August 2025 | Lesezeit: 14 Min.

Mit Anfang 20 als Medizinstudentin einen Vortrag auf einem Science-Slam halten und gleich gewinnen? Den Vortrag dann zu einem Sachbuch ausarbeiten, das sich weltweit acht Millionen mal verkauft? Kann man mal machen, zumindest, wenn man Giulia Enders ist. „Darm mit Charme“ hieß das Buch, das aus der 1990 geborenen Mannheimerin aus dem Stand eine der erfolgreichsten deutschen Sachbuchautorinnen machte. Der griffige Titel mag geholfen haben, doch vor allem faszinierte die Leserinnen und Leser, was Enders über das vergleichsweise wenig erforschte Organ zu sagen hatte. Elf Jahre nach dem Debut legt Enders nun mit „Organisch“ ihr zweites Buch vor. Sie lädt zum Gespräch in ihren Frankfurter Garten, es gibt eingelegte Radieschen und Handkäs mit Musik, eine Spezialität der Region.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.