Malerei

„Es gibt keinen Künstler, der so angefeindet wurde wie ich“

Georg Baselitz gilt als einer der wichtigsten deutschen Gegenwartsmaler. Ein Gespräch zu seinem 88. Geburtstag – über Hass als Antrieb und die Freiheit nach dem Entschluss, die Welt auf den Kopf zu stellen.

Malerei

„Es gibt keinen Künstler, der so angefeindet wurde wie ich“

Georg Baselitz gilt als einer der wichtigsten deutschen Gegenwartsmaler. Ein Gespräch zu seinem 88. Geburtstag – über Hass als Antrieb und die Freiheit nach dem Entschluss, die Welt auf den Kopf zu stellen.

Interview von Reinhard Brembeck
21. Januar 2026 | Lesezeit: 11 Min.

Georg Baselitz erinnert mit den knorrigen Gesichtszügen an seine Porträts und Skulpturen, als er im Rollstuhl in sein lichtdurchflutetes, von den Architekten Herzog & de Meuron entworfenes Atelier am Ammersee kommt. An den Wänden stehen teils über vier Meter hohe neue Bilder. Die einen zeigen, auf Goldgrund mit schwarzer Farbe gemalt, seine Frau Elke Kretzschmar, die beiden sind seit 1962 verheiratet. Auf den anderen hat er sich auf schwarzem Untergrund in Gold selbst porträtiert. Teile dieses Zyklus werden demnächst unter dem Titel „Baselitz eroi d’oro“ im Palazzo Cini in Venedig vorgestellt. Auf all diesen Bildern stehen Mann wie Frau auf dem Kopf, das ist das Markenzeichen des vor 87 Jahren im sächsischen Deutschbaselitz (daher sein Künstlername) geborenen und weltweit berühmten Künstlers. Am 23. Januar feiert er seinen 88. Geburtstag. Zeit für ein Gespräch.

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