Pop und KI 

„Das ist der größte Raubzug in der Geschichte der Musikindustrie“

Wie überführt man einen Silicon-Valley-Giganten des Diebstahls? Der Gema ist es gelungen, nach Chat-GPT auch der Musik-KI Suno eine Verletzung von Urheberrechten nachzuweisen. Ein Gespräch mit dem Chefjustiziar Kai Welp über den gewonnenen Prozess am Landgericht München und die Folgen.

Interview von Jakob Biazza und Andrian Kreye
7. August 2026 | Lesezeit: 7 Min.
Faszinierend, wie arg die im Vergleich winzige Gema die größten KI-Unternehmen der USA aktuell juristisch unter Druck setzt. Im vergangenen Jahr konnte sie in einer Klage gegen Open AI nachweisen, dass Chat-GPT die Songtexte von Künstlern nicht nur illegal zu Trainingszwecken benutzt, sondern dabei auch gespeichert hat. Gerade hat das Landgericht München in erster Instanz entschieden, dass auch Suno Urheberrechte verletzt, weil sich ebenfalls Originalwerke in den Trainingssätzen finden..

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