Pop

„Einmal haben wir mit den Kindern die Wall of Death gemacht“

„Sie werden ja so schnell groß!“: Lukas Nimscheck (l.), Markus Pauli (Donut) und Florian Sump (Couch) alias „Deine Freunde“.
„Sie werden ja so schnell groß!“: Lukas Nimscheck (l.), Markus Pauli (Donut) und Florian Sump (Couch) alias „Deine Freunde“.
„Sie werden ja so schnell groß!“: Lukas Nimscheck (l.), Markus Pauli (Donut) und Florian Sump (Couch) alias „Deine Freunde“.

„Deine Freunde“ spielen Rap für Kinder, der auch Eltern mindestens heimlich gefällt. Ein Gespräch über Baby-Moshpits, die Bedeutung von „6-7“ und die Frage, wie viel Pups und Pyrotechnik es auf Kinderkonzerten braucht.

29. April 2026 | Lesezeit: 9 Min.

Angetreten sind sie einst als selbsternannte „coolste Kinderband der Welt“, inzwischen sind Deine Freunde aber ein bisschen größer geworden: Für ihre letzte Tour verkauften Florian Sump, Lukas Nimschek und Markus Pauli 90 000 Tickets, die Hälfte davon an Erwachsene – wäre ihre Musik so nervtötend wie vieles andere, was für die jüngste Hörerschaft produziert wird, würden die Erziehungsberechtigten ihre Kinder wohl nicht so bereitwillig zum Konzert begleiten. Das liegt sicher zum einen daran, dass die Freunde viel Erfahrung im Live-Business haben, Markus Pauli war der Konzert-DJ von Fettes Brot, Florian Sump gelangte als Drummer von Echt schon in jugendlichem Alter in höchste Pop-Höhen. Und als die beiden 2012 mit dem früheren „Tigerenten Club“-Moderator Lukas Nimscheck das erste „Deine Freunde“-Lied „Schokolade“ einspielten, zeigte sich eben auch: Gut produzierte Musik mit Texten, die Kinder ernst nehmen, aber genug Doppelbödigkeit besitzen, um auch Eltern, Onkel, Tanten, Großeltern mitzunehmen – das ist ein Konzept, das gut funktioniert. Auch noch 14 Jahre später, beim mittlerweile achten Studioalbum „Die Kinder spielen verrückt“ (ET: 8. Mai).

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.