Bad Bunny

Der gestrigste Mann von heute

Bad Bunny spielt am Ende seiner Welttournee ein unvergessliches Konzert in Mailand. Dazu gehört auch, dass er sich traut, was andere Superstars live unbedingt vermeiden wollen: Stille.

Bad Bunny

Der gestrigste Mann von heute

Bad Bunny spielt am Ende seiner Welttournee ein unvergessliches Konzert in Mailand. Dazu gehört auch, dass er sich traut, was andere Superstars live unbedingt vermeiden wollen: Stille.

19. Juli 2026 | Lesezeit: 6 Min.

36 Grad in Mailand, das vertrocknete und zertretene Gras der Galopprennbahn im Nordwesten der Stadt ist vermutlich auch abends noch leicht entflammbar, so heiß ist es. Im Ippodromo Snai La Maura finden Open-Air-Konzerte statt, die großen und die größten. An diesem Wochenende also Bad Bunny, der Mann aus Puerto Rico. Dem vor einigen Monaten inmitten des Abschiebewahnsinns der USA ein Anti-Trump-, ein Anti-ICE-Auftritt in der Halftimeshow des Super Bowl gelang, in der gerade richtigen, unmissverständlichen Subversion. Eine Feier der Länder in der Weltregion Lateinamerika, aus der für die US-Regierung schlicht die illegalen Einwanderer kommen, die es abzuwehren gilt, die drangsaliert und aus ihren Arbeitsstätten gezogen werden. „Shithole countries“, wie Trump sagte.

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