Neuausgabe des „Ideal“-Debüts

„Fällt Ihnen ein einziger Welthit ein, der auf Ironie basiert?“

Annette Humpe hat den deutschen Pop geprägt wie wenige sonst. Ein Waldspaziergang mit der Sängerin und Produzentin. Themen: Coolness, Vergänglichkeit und wie man es schafft, nichts Irdisches mehr allzu festzuhalten.

Von Joachim Hentschel
26. Juni 2025 | Lesezeit: 6 Min.
Fürs frühmorgendliche Treffen hat Annette Humpe die nordöstliche Ecke des Grunewalds vorgeschlagen. Er ist heute einer ihrer Lieblingsorte in der Stadt, die sie 1980 mit der Band Ideal so nachhaltig besang: „Ich fühl’ mich gut, ich steh’ auf Berlin.“ Sie gehörte zu den erfolgreichsten Sängerinnen und Songwriterinnen der sogenannten Neuen Deutschen Welle, produzierte auch Rio Reiser und den DÖF-Hit „Codo … düse im Sauseschritt“. In den Neunzigerjahren glänzte sie als maßgebliche Architektin des deutschen Nachwende-Pop, produzierte unter anderem Die Prinzen, Lucilectric und Udo Lindenberg, hatte dann als Teil des Duos Ich + Ich mehrere Nummer-eins-Erfolge..

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.