„In den ersten Monaten war ich nur im Überlebensmodus“

Als Dunja ihr zweites Kind bekommt, merkt sie, wie schwer ihr die Nähe zu ihm fällt. Bald fragt sie sich: Könnte es eine Postpartale Depression sein?

Von Pegah Julia Meggendorfer (Text) und Mark Siaulys Pfeiffer (Fotos)
11. November 2025 | Lesezeit: 9 Min.

„Am Anfang war er für mich im Grunde eine Kartoffel“, so beschreibt Dunja das Gefühl, das sie nach der Geburt ihres Sohnes hatte. Die 35-Jährige sitzt auf dem Wohnzimmerteppich ihres Zuhauses in Nordrhein-Westfalen. Der kleine Jannis klettert auf ihren Beinen herum und spielt. Dunja lacht viel, gibt ihm Spielsachen in die Hand, redet in typisch höherer Stimmlage mit ihm. Man merkt Dunja nicht an, was in ihr vorgeht: ihre Zweifel als Mutter, die Leere.

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