Wie ich lernte, meine Stimme zu akzeptieren

Lange hadert unser Autor mit dem Klang seiner Stimme. Dann setzt er sich ein Ziel. Schafft er es, vor Publikum zu singen?

Essay: Anton Benz, Illustration: Federico Delfrati
27. Juli 2026 | Lesezeit: 8 Min.

Mit dem „Sch“ tat ich mich als kleines Kind schwer. Um die Aussprache zu üben, durfte ich überholende Autos „Arschlöcher“ nennen. Wenn wir in den Urlaub fuhren, lenkten meine Eltern ihren VW-Bus extra auf die rechte Spur, damit möglichst viele Autos an uns vorbeizogen. Ich war dann nicht mehr zu bremsen, schrie ein Auto nach dem anderen an. Zum Glück hörten die nicht, was der kleine Junge ihnen da entgegenschleuderte. Meine Mutter feuerte mich sogar noch an. So erzählt sie es heute.

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