Der nüchterne Rausch

Der Bass wummert, die Menge tanzt. Aber es riecht nach Arabica, statt nach Schweiß. Soft Clubbing, tagsüber und nüchtern, erobert Berlin. Wird Feiern gesünder – oder gentrifiziert?

Der nüchterne Rausch

Der Bass wummert, die Menge tanzt. Aber es riecht nach Arabica, statt nach Schweiß. Soft Clubbing, tagsüber und nüchtern, erobert Berlin. Wird Feiern gesünder – oder gentrifiziert?

Text: Stefan Sommer, Fotos: Ana Maria Sales Prado
19. Februar 2026 | Lesezeit: 6 Min.

12:30 Uhr, ein Coffeeshop, Berlin-Mitte. Man nippt an Strawberry Matchas. Man beißt in Banana Bread. Eine Frau mit Latexleggins und Basecap möchte einen Kollagen-Shot. Der soll reich an Antioxidantien sein. Ihre Bestellung muss sie lauter wiederholen, um gegen den Bass anzukommen. Ein Mann, „Sunday Running Club“ auf dem Pulloverrücken, trägt ein Pistaziencroissant über den Köpfen der Tanzenden zum Dancefloor.

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