Warum Konfektionsgrößen selten wirklich passen

Drei von vier Frauen in Deutschland tragen Kleidergröße L und größer. Das Angebot der meisten Modemarken bildet ihre Körperformen trotzdem nicht ab. Warum ist das so? Eine Datenanalyse.

Warum Konfektionsgrößen selten wirklich passen

Drei von vier Frauen in Deutschland tragen Kleidergröße L und größer. Das Angebot der meisten Modemarken bildet ihre Körperformen trotzdem nicht ab. Warum ist das so? Eine Datenanalyse.

Analyse und Text: Berit Kruse, Marie Gundlach, Marie-Louise Timcke, Illustration und Grafik: Daniela Rudolf-Lübke
11. Juli 2025 | Lesezeit: 10 Min.

Viermal muss Britt wieder aus der Umkleidekabine, um sich eine andere Größe zu holen. Schuhe aus, Hose aus, neue Hose an – passt wieder nicht. „Bei Oberteilen habe ich eigentlich keine Probleme“, erzählt die 28-jährige. „Aber bei Hosen ist es einfach immer wieder ein neues Quiz.“ Am Ende landet sie bei einer Hüftweite von 26. In Letter Sizes entspricht die Hose in etwa einer XS/S also einer „Extra Small/Small“. Das sagt laut Britt aber nichts darüber aus, was beim nächsten Mal passt. In ihrem Kleiderschrank liegt auch eine Barrel-Leg-Jeans in Größe 42 – also L/XL, „Large/Extra Large“.

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