Physiologie

Das Rätsel Muttermilch

Stillen soll das Beste für das Baby sein. Aber was genau macht die Muttermilch so besonders – und warum profitieren auch Frauen vom Stillen?

Physiologie

Das Rätsel Muttermilch

Stillen soll das Beste für das Baby sein. Aber was genau macht die Muttermilch so besonders – und warum profitieren auch Frauen vom Stillen?

Von Valentina Reese (Text) und Olivia von Pilgrim (Grafik und Animation)
22. Mai 2026 | Lesezeit: 11 Min.

Es ist ja nicht so, als würden Frauen leicht vergessen, dass sie bald ein Kind zur Welt bringen werden. Der Bauch wird runder, die Füße schwer, der Schlaf wird leichter, die Brüste spannen. Und bei manchen, wie bei unserer fiktiven werdenden Mutter Verena, kommen schon Wochen vor der Geburt mehrmals täglich ein paar Tropfen Milch aus der Brust. Der Körper beginnt sich darauf einzustellen, diesen zweiten Menschen auch nach der Geburt weiter mitzuernähren – mit Muttermilch. Verena jedenfalls ist fest entschlossen, ihr erstes Baby, nennen wir es Anton, zu stillen.
Während der Schwangerschaft entwickeln sich, angeregt durch die Hormone Östrogen, Progesteron und Prolaktin, nicht nur die Brustdrüsen, sondern überall im Körper finden kleine Umbauarbeiten statt: Die Verdauung verbessert sich, der Stoffwechsel wird energieeffizienter, Nährstoffe werden besser gespeichert.

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