Gentherapie

Ein sechsjähriges Mädchen und ein fatales Experiment

Mei ist ein lebhaftes Mädchen, doch wegen eines Gendefekts fällt ihr vieles schwerer als anderen Kindern. Ihre Eltern setzen auf eine neue Gentherapie, die ihr Gehirn verändern soll. Sieben Tage danach ist ihre Tochter tot.

Gentherapie

Ein sechsjähriges Mädchen und ein fatales Experiment

Mei ist ein lebhaftes Mädchen, doch wegen eines Gendefekts fällt ihr vieles schwerer als anderen Kindern. Ihre Eltern setzen auf eine neue Gentherapie, die ihr Gehirn verändern soll. Sieben Tage danach ist ihre Tochter tot.

Von Brendan Borrell (Text) und Anselm Hirschhäuser (Illustration)
6. August 2026 | Lesezeit: 27 Min.

Hinweis: Dieser Text erschien am 23. Juli im Wissenschaftsmagazin Science, herausgegeben von der American Association for the Advancement of Science (AAAS). Die SZ veröffentlicht ihn auf Deutsch mit Genehmigung der AAAS. Der Bericht von Science in Zusammenarbeit mit der Initiative Retraction Watch hat weltweit Reaktionen ausgelöst; schließlich werden in neue Gentherapien große Hoffnungen gesetzt. Die Shanghaier Jiaotong-Universität, an deren Klinik die Behandlung stattfand, hat inzwischen eine Untersuchung angekündigt. Auch das Fachmagazin Nature, in dem im Februar 2026 eine Tierversuchsstudie zu dem Gentherapie-Verfahren erschien, verweist auf SZ-Anfrage auf eine laufende Untersuchung der Bedenken rund um die Arbeit. Die beteiligten Forscher und die Universität reagierten nicht auf SZ-Anfragen zu dem Fall. Am Mittwoch veröffentlichte das Magazin STAT einen Bericht über ein weiteres Kind, das nach einem Gentherapie-Versuch im vergangenen Jahr gestorben ist. Ein Zusammenhang mit dem hier geschilderten Fall besteht offenbar nicht. (weis)

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