Lebenskunst

Die Unvernunft ist tot. Es lebe die Unvernunft!

Selbstdisziplin und Maßhalten machen das Leben beherrschbar, findet unser Autor. Zugleich vermisst er etwas sehr Wichtiges für das innere Gleichgewicht: die kostbaren Momente, in denen er nicht gleich an morgen denkt.

Ein Essay von Bernhard Heckler
22. August 2024 - 7 Min. Lesezeit

Für die Unvernunft ist es fünf nach zwölf. Ich merke es an mir selbst. Ich bin ein bestürzend vernünftiger Typ geworden. Das muss sich wieder ändern! Ich muss die Trendwende hinkriegen. Die Unvernunft neu lernen. Und ich ermuntere auch Sie, liebe Leserin, lieber Leser: Seien auch Sie mal wieder richtig unvernünftig! Es wäre nicht nur gut für unser beider Seelenheil, sondern auch für die allgemeine Stimmung im Land. Wir müssen ausbrechen aus der selbstverschuldeten Mündigkeit! Lassen Sie mich erklären, warum ich glaube, dass es jetzt an der Zeit ist zu handeln.

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